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Freitag, 4. April 2014

[Autoren-Interview] Jennifer Jager


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Jennifer Jager, die Autorin von "die flammenden Schwingen Ethernas" [Link zu meiner Rezension], hat sich bereit erklärt mein erstes Interview-Opfer zu sein. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür.



Stellen Sie sich doch bitte kurz meinen Lesern vor.
Oh, die schwierigste Frage gleich zu Anfang! Was gibt es schon großartig von mir zu erzählen? Ich bin erschreckende 29 Jahre alt (langsam sollte ich anfangen, mich wie eine Erwachsene zu benehmen), lebe im schönen Saarland, liebe Tiere und alles, was zum Träumen animiert.
Und, „du“ reicht völlig aus! ;-)

Wann kam erstmalig der Wunsch auf ein Buch zu schreiben?
Recht spät. Ich habe schon immer viel gemalt und gedichtet. Eigentlich, seit ich einen Stift halten kann. Laut meiner Mutter schrieb ich mein erstes Wort („Oma“) bereits mit zwei Jahren. Es blieb aber immer bei Bildern und Gedichten und ab und an eine Kurzgeschichte. Ich glaube, ich war ungefähre 16 Jahre alt, als ich mein erstes Buch angefangen habe. Leider ging es verloren und ich habe es lange nicht gewagt etwas Neues anzufangen.

War es schwierig einen Verlag für dein erstes Buch zu finden?
Ja, sehr. Da mein Schreibstil nicht gerade 0-8-15 ist und meine Story nicht dem aktuellen Mainstream entspricht, habe ich viele Absagen erhalten. Ich war aber überrascht, wie positiv diese oft formuliert waren: „Man wird noch viel von Ihnen hören“, „Wir sind zuversichtlich, dass Sie bald einen passenden Verlag finden werden.“, hieß es und dennoch blieb es bei Absagen. Dann ging alles ganz schnell und gleich mehrere Zusagen flatterten ins Haus. Ein paar kleine Verlage wollten das Risiko eingehen. Unter anderem der AAVAA Verlag. Da ich bei ihm die größten Chancen sah auch die beiden Folgebände zu veröffentlichen, habe ich den Autorenvertrag unterschrieben und mich daran gemacht, dass Cover für den ersten Band der Etherna-Saga zu zeichnen.

Wer oder Was inspiriert dich?
Alles! Jedes Blatt im Wind, jede Dorne am Busch, jeder sehnsüchtige Blick in die Ferne meines geliebten Huskys. Als Kind konnten mich die kleinsten Nichtigkeiten in ihren Bann ziehen und in meinem Kopf zu wunderbaren Geschichten werden. Im Alltag meines Erwachsenenlebens trage ich oft Scheuklappen. Wenn ich dann aber die Zeit und Ruhe habe, dann erzählt mir die ganze Welt Geschichten und ich lausche.

Hast du ein spezielles Ritual, wenn du anfängst ein Buch zu schreiben?
Nein. Ich fange einfach an :-)

Wie entsteht ein Buch bei dir? Wann kommt die Idee und wie geht es dann weiter?
Es beginnt immer mit einem Traum. Wenn ein Traum sich bei mir über mehrere Nächte weiterspinnt, dann verfolgt mich diese Geschichte oft in den Tag hinein. Sie entwickelt sich immer weiter und irgendwann kommt der Punkt, da muss ich sie aufschreiben, damit sie nicht verloren geht. Ich habe mehr das Gefühl, ich würde bloß nacherzählen, was irgendwann einmal geschehen ist, nicht aber, dass ich selbst eine Geschichte erfinde. Ich schreibe bloß auf und die Geschichte, die erzählt sich von ganz alleine.

Was ist das schwierigste am Schreiben?
Meinen Gedanken hinterherzukommen. Ich bin meinem Geschriebenen gedanklich oft so weit voraus, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich mir die Zeit herholen soll, dass alles „zu Papier“ zu bringen. Ach ja, und die Kommasetzung ;-)

Hattest du auch schon einmal eine Schreibblockade und wie hast du diese überwunden?
Nein, nicht im eigentlichen Sinne. Ich hatte Phasen, in denen ich nicht geschrieben habe, aber ich wüsste nicht, dass ich einmal schreiben wollte, es aber nicht konnte.

Wie ist die Idee für „die flammenden Schwingen Ethernas“ entstanden?
In einem Traum, wie könnte es anders sein. Sen war es, der mich verfolgte und nicht mehr losließ. Ich musste es einfach niederschreiben. Um seinetwillen. Weil er so einfach ein Stück lebendiger wurde.  

Die Charaktere die deine Bücher beleben, sind Sie von realen Personen inspiriert?
Nein.

Auf was können sich deine Leser als nächstes freuen?
Auf den nächsten Band natürlich. Schließlich ist der erste bloß die Einleitung zu dem, was noch kommen wird. Ich kann versprechen, dass der zweite Band länger, spannender und emotionaler wird. Ich jedenfalls habe schon sehr, sehr viele Tränen vergossen wegen dem, was noch geschieht.

Wenn du eine Romanfigur treffen könntest: welche?
Roland… Nein, halt! Der würde mich wahrscheinlich erschießen. Dann bleibe ich lieber bei meinen eigenen Figuren und nominiere Sen!

In welchem Roman würdest du gerne als Figur auftreten?
In allen, in keinem. Schwer zu sagen. Es gibt Aspekte meines Lebens, die ich zu sehr schätze, als dass ich sie gegen ein halsbrecherisches Abenteuer in einer dem Untergang geweihten Welt eintauschen wollte. In eine andere Welt eintauchen, das kann ich jederzeit, wenn ich die Augen schließe. Mich von meinem Husky mit 30 Sachen durch den Wald ziehen zu lassen, den Fahrwind zu spüren und das wilde Trommeln seiner Pfoten auf dem feuchten Waldboden zu hören, dass ist wahre Freiheit. Das ist echt und ich liebe es!

Welches ist dein Lieblings-Genre in der Literatur?
Fantasy!

Was machst du, wenn du nicht schreibst?
Ich habe ein großes Haus mit ein paar Tausend Quadratmetern Grundstück, Hunde, Katzen, Schafe, Vögel, Kaninchen, Schildkröten. Da gibt es immer etwas zu tun. Ich bin auch immer etwas am Bauen. Die Voliere für die Kanarienvögel, der Stall für die Kaninchen (und der Anbau und der Anbau an den Anbau…). Es kommen mehr neue Projekte dazu, als ich abarbeiten kann. Klar, ich male, lese natürlich, fahre gerne mit meinem Hund Touren, trainiere auch viel mit ihm, die Gartenarbeit darf auch nicht zu kurz kommen und abends schaue ich die ein oder andere Serie (wobei ich oft zeitgleich schreibe).  

Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?
Viel Zeit für meinen Hund, viel schreiben, lesen, einen leckeren Cocktail auf der Terrasse oder im Kaninchengehege genießen – wenn ich dann noch ein bisschen was geschafft kriege, dann kann ich am Abend mit Stolz und Freude auf den vergangenen Tag zurückblicken.

Wenn du drei Wünsche frei hättest, dann ...
Würde ich mir mehr Wünsche wünschen? Geld? Gesundheit? Weltfrieden? Ich würde wahrscheinlich alt und grau sein, bis ich mich für etwas entschieden hätte. 


Ich hoffe euch hat das Interview gefallen und ihr behaltet diese tolle und überaus sympathische Autorin im Auge, ich werde es auf jeden Fall tun.

Liebe Grüße
Melty

4 Kommentare:

  1. Sehr schönes Interview! So ein Leben wünscht man sich !:)

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  2. Hey,
    so ein tolles Interview. Du hast wirklich die richtigen Fragen getoffen, dass wenn man sich die Antworten der Autorin durchliest selbst motiviert wird, zu schreiben. Das ging mir jedenfalls gerade so. Ich hoffe, das war nicht dein letztes Interview und es folgen noch einige. Ich bin gespannt, wer der nächste Autor sein wird.

    xoxo, TraumLilie

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  3. Hallo Melty,

    schön ausführliches Interview. So etwas lese ich immer besonders gerne. Dahre hoffe ich, dass bald schon das nächste Autoreninterview an dieser Stelle veröffentlicht wird? Ich würde mich freuen.

    Viele Grüße,
    Auri der Theatergeist

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  4. Hey, echt tolles Interview :)
    Mach weiter so

    Lg lara von Lissianna-schreibt.jimdo.com

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