Sonntag, 18. Oktober 2015

[Buch Rezension] Ally Condie - Atlantia


Atlantia
Ally Condie
ISBN:  978-3-8414-2169-2
Seitenzahl: 416
Verlag: FJB



Zwillinge. 
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
Doch das Schicksal trennte sie.

Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen. 

In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.

Viel zu lange lag dieses Buch ungelesen bei mir in meinem Bücherregal und erst ein Krankenhaus-Aufenthalt sorgte dafür dass ich die Zeit fand diesen Einzelband zu lesen. Und ich muss gestehen, ich ärgere mich über mich selbst es nicht schon früher zur Hand genommen zu haben.
Das Cover ist, wie ihr sehen könnt sehr ansprechend Gestaltet. Der Glanz des Wassers und die Silhouette der jungen Frau passen perfekt zu der spannenden Geschichte um die Stadt Atlantia. Leider wurde, wie in den meisten Jugenddystopie, hier wieder die Ego-Perspektive gewählt, wodurch zwar der Hauptcharakter mehr Tiefgang bekam, jedoch die Sätze schnell kurz und kindlich wurden. Dennoch ist dieses stilistische Mittel nicht verkehrt, denn so begleitet man nur Rio und fragt sich immer wieder, was wohl Bay zu diesem Zeitpunkt macht.
Die Geschichte ist spannend und baut sich schön um die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere auf, jedoch ist mir das ganze etwas zu vorhersehbar, denn wer Jugenddystopien kennt wird ab einer gewissen Seitenzahl das Ende erahnen, welches dann auch eintritt. Etwas mehr Überraschung hätte ich mir hier doch noch gewünscht.

Eine guter Jugendroman, der leider ein paar kleinere Mängel aufzeigt.


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